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Eigenschaften:
Gewährt eine ausreichende bis gute Standfestigkeit des Baumes. Sehr gute Luftdurchlässigkeit. Kaum Tendenz zur Bodenverdichtung. Ausgezeichnete Drainageeigenschaften (sehr gut gegen Wurzelfäule). Hohe Fähigkeit, Nährstoffe im Boden zu halten, falls sie einmal aufgenommen wurden. Akzeptable Pufferfähigkeit gegen pH-Wert Schwankungen

Wässerung:
Akadama kann Wasser speichern, aber bedingt durch die gute Wasserdurchlässigkeit ist, je nach Anteil, häufiger als üblich zu gießen. Falls es pur eingesetzt wird kann das heißen, das pro Tag 2-3 Mal gegossen werden muss.
In Japan, wo viele Bonsai in reinem Akadama gezogen werden, wird wesentlich häufiger als in Deutschland gewässert. Allerdings ist bei diesem Substrat ein Übergießen und die sich dadurch bildende Staunässe fast unmöglich.
Der Farbton wechselt je nach Wasseraufnahme von einem hellen Rotbraun (trocken) zu fast braun (feucht). Durch diesen Farbumschlag ist leicht zu erkennen, wann gegossen werden muss.

Wichtig:
Da Akadama trocken geliefert wird ist es wichtig, sofort nach dem Eintopfen gut zu Wässern. Sonst kann es zu Wurzelschäden kommen.

Düngung:
Je höher der Anteil an Akadama im Erdgemisch ist (ähnlich wie bei anderen mineralischen Substraten - z.B. Kies), desto mehr Aufmerksamkeit muss der Düngung geschenkt werden. Im Wasser gelöste mineralische Dünger werden schnell ausgewaschen und stehen so der Pflanze nicht mehr zur Verfügung. Wenn mineralischer Dünger eingesetzt werden soll, ist eine geringe Dosierung bei häufigen Gaben empfehlenswert. Gut bewährt hat sich der Einsatz Organischer Dünger (Kugeln, werden auf die Deckschicht aufgelegt oder Hornspäne). Durch den langsamen Freisetzungsprozess der Nährstoffe werden die Bonsai über lange Zeit adäquat versorgt. Eine Überdüngung kommt ebenso wie eine Versalzung des Bodens kaum vor.

Mischungen:
Akadama wird z.T. rein, d.h. zu 100% eingesetzt. Meistens wird es aber als Bestandteil einer Erdmischung mehr oder weniger stark beigemischt. Das hängt im Wesentlichen von der Pflanzenart sowie dem Alter des Bonsais ab.
Dadurch, dass die Vorteile einer Lehmerde mit einer sehr guten Wasserdurchlässigkeit kombiniert sind, kann bei einer Erdmischung der Sand/Kies-Anteil reduziert werden.
Wird ein etwas saurer pH-Wert benötigt (z.B. zur Pufferung bei Einsatz von härterem Gießwasser) kam eine wenig Torf (30 %) zugesetzt werden.

Es ist schwierig, ein generelles Patentrezept zum Einsatz von Akadama in Bonsaierdmischungen zu geben. Generell kann gesagt werden, dass ältere Pflanzen einen höheren Anteil an Akadama vertragen als Jungpflanzen.

Einige Baumarten scheinen reines Akadama schlecht zu tolerieren (z.B. Larix - Lärchen).

pH-Wert:
pH-Wert 6,5-6,9, d.h. leicht sauer. Durch die nicht sehr große Pufferfähigkeit dieser Erde kann der pH-Wert leicht steigen (z.B. bei Einsatz zu hoher Dosen mineralischer Dünger).

Körnung:
Im Bonsaifachhandel ist Akadama in verschiedenen Körnungen (feinkörnig 1-5 mm und grobkörnig 5-10 mm) erhältlich. Die grobkörnigen Mischungen werden zur Verbesserung der Drainage im unteren Teil des Bonsaisubstates eingesetzt, die feinkörnigen Mischungen als Deckschicht. Viele Bonsaigestalter sieben Akadama vor dem Einsatz noch einmal, um die feinen Bestandteile (Staub) zu entfernen und die Wasser- und Luftdurchlässigkeit weiter zu erhöhen.

Haltbarkeit:
Akadama ist sehr formstabil, verdichtet kaum und zersetzt sich nur langsam. Je nach Güte des eingesetzten Substrates sollte es nach 3-5 Jahren ausgetauscht werden. Während dieser Zeit verliert Akadama langsam seine Grobkörnigkeit, die Luftdurchlässigkeit sinkt, der Salzgehalt steigt an und dadurch folgend steigt die Feuchtigkeit im Boden. Damit gehen die wesentlichen Vorteile verloren - ein Austausch wird notwendig. Akadama mit geringerer Güte (und geringerem Preis) kann gut für jüngere Pflanzen eingesetzt werden, die ohnehin häufiger umgetopft werden.