Home | Sitemap | Impressum | Kontakt

Wabi-Sabi

Wabi-Sabi (Kanji: 侘寂) ist ein ästhetisches Konzept (Konzept der Wahrnehmung von Schönheit), das in Japan entstand. Es ist eng mit dem Zen-Buddhismus verbunden.

Es handelt sich nicht um eine Kunstrichtung, sondern um die Kultur des Unvollendeten, in Veränderung Begriffenen. Dies führt zu einer großen Offenheit und Freiheit an Formen, Farbgestaltung und einer Tendenz zu formaler Einfachheit.


1. Erläuterung
Eine Wabi-Sabi-Qualität von Objekten besteht in Präsenz und stiller Autorität ohne Züge von Überheblichkeit. Wabi-Sabi-Objekte tangieren oft die Vergänglichkeit und die Einsamkeit des Seins oder wehmütige Traurigkeit. Hierin spiegelt sich ihre innere Verwandtschaft zum Zen wieder.

Wabi-Sabi lädt dazu ein, kleine Dinge neu zu entdecken und die Harmonie des Unscheinbaren in der Natur zu empfinden. Es ist gegenwartsorientiert und vertraut mit Uneindeutigkeit und bestehenden Widersprüchlichkeiten. Nicht-Perfektion nimmt eine neue Bedeutung an und wird Grundlage eines Schönheitsideals von individuellen Lösungen und organischen Formen.

Ein Wiki, das lebt und sich ständig verändert, besitzt viel von dieser Wabi-Sabi-Schönheit.


2. Geschichte
Der Begriff Wabi-Sabi wurde im 16. Jahrhundert von dem japanischen Tee-Meister und Zen-Mönch Sen no Rikyu eingeführt. Die entsprechende Denkweise war aber bereits im ganzen Japanischen Mittelalter (also ab dem 12. Jahrhundert) weit verbreitet.
3 Literatur

Leonard Koren: Wabi-Sabi für Künstler, Architekten und Designer :

Japans Philosophie der Bescheidenheit . Tübingen: Wasmuth 2000. ISBN 3-80303-064-1)