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Ein Jin ensteht

Auf Bild 1 kann man erkennen, wie das Ausgangsmaterial beschaffen ist.
Man beachte auch die Verschraubung in der Kiste. Das hat den Vorteil, das sich der Baum beim Bearbeiten in der Kiste nicht bewegt. So kann man die empfindlichen Feinwurzeln schützen, die ja durch das Bearbeiten (Fasern ziehen, mit Drahtbürste arbeiten) der Baum ziemlich gerüttelt wird.

 

Auf Bild 2 sieht man schön die Unterseite, die schon einiges an morschem Holz aufweist. Das kommt uns beim Bearbeiten zugute, da es sich leicht entfernen läßt. Durch auskratzen oder bürsten.

 

Bild 3 zeigt uns das Ende des zukünftigen Jin's. Da Äste in dieser Stärke auch noch nach einem Jahr nicht ganz ausgetrocknet sind, wird uns das beim Fasern ziehen entgegen kommen. Ein Jin lebt durch die Dynamik der Wachstumsrichtung. Je mehr verdreht ein Ast in sich ist, desto besser wird das Endergebnis. Auch sollte der Verlauf und das Ende eines Jin's möglichst natürlich wiedergegeben werden. Eine reine maschinelle Bearbeitung wird man immer erkennen.

 

Zuerst sollte man den Ast entrinden um die Wachstumsrichtung zu erkennen. Auch sieht man auf Bild 4 das der Ast noch nicht gespalten ist. Das wird ihn später noch etwas feiner wirken lassen. Dann heißt es Fasern ziehen, Fasern ziehen, Fasern ziehen.......................

 

Auf Bild 5 und Bild 6 sieht man, wie der Jin zwischendurch immer wieder abgebrannt wurde. Dann wieder bürsten und weiter die Struktur verfeinern. (Fasern ziehen)

 

Bild 7 zeigt den fertigen Jin. Dieser wird anschließend mit Jinmittel bestrichen. Da der Jin zwischendurch immer wieder mit Wasser übersprüht wird, ist dieser in einem feuchten Zustand und kann das Jinmittel daher besser aufnehmen. Anschließend brenne ich es noch ein und streiche nochmals. Am nächsten Tag werden dann die Unterschiede in den Graustufen sichtbar, da ich nicht alle verkohlten Stellen penibel säubere.

 

Die letzten Bilder zeigen das Ergebnis einer gelungenen Tagesarbeit.

Viel Spass beim Nachmachen
Michael Klement